Riehener Serenaden

Jaume Angelès Fité - Viola

Der spanische Bratschist Jaume Angelès Fité, 1996 in Barcelona geboren, absolviert derzeit das erste Jahr des Master of Performance bei Silvia Simionescu und Rainer Schmidt an der Hochschule für Musik in Basel. Vor kurzem hat er sein erstes Masterstudium sowie ein Ergänzungsstudium bei Rainer Schmidt und Barbara Doll abgeschlossen, nachdem er 2018 seine Ausbildung an der „Escola Superior de Música de Catalunya“ (ESMUC) bei Yuri Volguin (Violine) und Jonathan Brown (Viola) beendet hatte.

Während seines gesamten Studiums hat Jaume im Bereich der Kammermusik mit Professoren wie Rainer Schmidt, Anton Kernjak, Claudio Martínez Mehner, Sergio Azzolini, Jiri Nemecék, Kennedy Moretti und dem Cuarteto Casals gearbeitet. 2021 gewann er mit dem Atenea Quartett den ersten Preis der Orpheus Swiss Chamber Music Competition sowie im selben Jahr ein Stipendium des Rahn Kulturfonds.

Jaume hat an mehreren Festivals und Akademien teilgenommen, wie dem Festival Pau Casals (Spanien), der Geneva International String Academy (Schweiz), dem Davos Festival (Schweiz) und dem Jeunesses Musicales Deutschland Chamber Music Campus in Weikersheim (Deutschland).

Der junge Bratschist arbeitete mit dem Orchester Sinfonietta Basel (2. Violine) und dem Symphonieorchester Navarra.

Sergio Azzolini - Fagott

Sergio Azzolini, 1967 in Bozen geboren, studierte in seiner Heimatstadt  bei Romano Santi und anschliessend bei Klaus Thunemann in Hannover. Schon während dieser Zeit war er Solo-Fagottist im European Community Youth Orchestra. Er gewann unter anderem den C.M. von Weber-Wettbewerb, den Wettbewerb des „Prager Frühlings“ und den ARD-Wettbewerb, bei dem er auch mit dem Ma’alot Quintett erfolgreich war, dem er während zehn Jahren angehörte.

Neben seiner solistischen Tätigkeit auf dem modernen Fagott setzt sich Sergio Azzolini seit einigen Jahren intensiv mit Alter Musik auf historischem Instrumentarium auseinander. Als Barockfagottist war er Mitglied der Continuo-Gruppe des Ensemble Baroque de Limoges und des Concentus Musicus Wien und spielte als Solist mit Ensembles wie den Sonatori de la Gioiosa Marca, L’Aura Soave Cremona, La Stravaganza Köln, Holland Baroque Society, dem Händel-Festspielorchester Halle und der Accademia Bizantina. Ein besonderer Schwerpunkt liegt seit 2013 auf der Zusammenarbeit mit seinem eigenen Barockorchester L’Onda Armonica.

Während fünf Jahren war Azzolini zudem künstlerischer Leiter der Kammerakademie Potsdam, wo er unter anderem für vier sehr erfolgreiche Produktionen mit Opern von Vivaldi, Galuppi, Graun und Mozart verantwortlich war. Inzwischen ist Sergio Azzolini international gefragt, als Leiter und Solist mit Ensembles und Orchestern auf modernem und historischem Instrumentarium Musik vornehmlich des 18. und 19. Jahrhunderts zu erarbeiten.

Viele CD-Produktionen zeugen von seiner aussergewöhnlichen stilistischen Vielfalt; aktuell arbeitet er an einer Gesamteinspielung der Fagottkonzerte von Antonio Vivaldi für Opus 111/Naïve, die bereits mit hohen Auszeichnungen bedacht wurde.

Seit 1998 ist Sergio Azzolini Professor für Fagott und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Basel.

Mate Bekavac - Klarinette

Der Klarinettist Mate Bekavac ist einer der großen Interpreten seiner Generation. In Kollegenkreisen und auch unter Kritikern gilt er als »Geheimtipp« der Klarinettenszene. Er wird beschrieben als brillanter Virtuose und Vollblutmusiker, der im Dienste der Musik Risiken eingeht, sich aber von so genannten Modeströmungen der Musikbranche und Musikindustrie nicht beeinflussen lässt.

Mate Bekavac ist einer der ganz wenigen Musikerpersönlichkeiten auf seinem Instrument, dessen Meisterschaft im Hinblick auf werktreue Vermittlung im Kontext der Kompositionen aller Stilrichtungen besteht und dessen musikalische Ausdrucksmöglichkeiten in Dimensionen zum Tragen kommen, denen das Außergewöhnliche bescheinigt wird.

Ausgehend vom klassischen und romantischen Repertoire widmet sich M.B. auch schwerpunktmäßig den zeitgenössischen Kompositionen und ihrer Vermittlung. Ergänzend existieren diverse eigene Barockbearbeitungen. Sein Umgang mit Elementen des Jazz und Klezmer runden das Bild eines in vielen Genres sich hoch kompetent bewegenden Künstlers ab. Bekavacs nur einmal live aufgeführte Bearbeitung der Carmen Fantasie, in Youtube dokumentiert, brachte ihm international Anerkennung und Respekt ein.

Geboren 1977, erhielt er in jungen Jahren in seiner Heimatstadt Ljubljana (Slowenien) seinen ersten Klarinettenunterricht bei Franc Trzan und Darko Brlek. Danach führte ihn sein weiterer Weg nach Graz, wo er in der Klasse von Bela Kovacs studierte. Mit 18 Jahren schloss er sein Magisterstudium an der Universität Mozarteum in der Klasse von Prof. Alois Brandhofer mit Auszeichnung und Würdigungspreis ab. Es folgten Studien an der Juilliard School of Music in New York (Charles Neidich) und am Pariser Konservatorium (CNSM) bei Michel Arrignon.

Preise:
1992 Universität Mozarteum Preis der Mozartwoche 1994 Eurovisionswettbewerb Warschau – Spezialpreis der Jury 1994 Grandprix des Yamaha Wettbewerbs in Wien 1. Preis Wettbewerb in Lissabon 1995 1. Preis in Seville 1997 1. Preis in Belgrad Außerdem Finalist des YCA-Wettbewerbs in New York im Jahre 1996.

Solo – Auftritte:
mit dem Kammerorchestern Franz Liszt (Budapest), der Cappela Istropolitana, der Camerata Israel, den Moskauerer -,Salzburger -,Münchner - und Zagreber Solisten, der Philharmonie der Nationen, dem Saarländischen Rundfunkorchester, dem Frankfurter Opernorchester, dem Symphonie Orchester Basel und allen slowenischen Orchestern.

Konzertauftritte Kammermusik:
Mate Bekavacs besondere Fokussierung und Zuwendung liegt im Bereich der Kammermusik. Belegt ist dies durch eine Vielzahl von Kammermusik-Konzerten mit internationalen Künstlern wie Gidon Kremer,Yuri Bashmet, Lyn Harrell, Heinz Holliger, Albrecht Meyer, Irena Grafenauer, Radovan Vlatkovic, Kuss-,Philharmonia Berlin-.Arriaga, Minguet and Doric Streichquartette, Sol Gabeta, Alina Ibragimova, Patricia Kopachinskaja, Elena Baskhirova, Khatia Buntaschwili, Katia Skanavi, Pavel Gililov. Frans Helmerson, Nicolas Altstaedt, Claudio Bohorquez, Maxim Rysanov, Antoine Tamestit, Alois Posch, Mitgliedern von Orchestern des Bayerischen Rundfunks, der Berliner Philharmonikern, dem Metropolitan Orchester in New York und dem London Symphonie Orchester.

Bekavac spielte als Orchestermusiker in der Funktion eines Solo- Klarinettisten mit dem Chamber Orchestra of Europe, dem Mahler Chamber Orchestra und dem Royal Concergebouw Orchester Amsterdam unter Dirigenten wie M.Jansons, B.Haitink, N.Harnoncour, K.Masur, Z.Metha, N.Jaervi, C.Mackeras, C.Hogwood,M.Perahia, I.Perlman.

Er ist häufiger Gast des Festivals in Lockenhaus, konzertiert in Jerusalem, Les Museiques in Basel, Rheingau Musik Festival, Ruhr Klavier Festival, Delft Music Festival in Holland, Stellenbosch in Südafrika, Festspielen in Ludwigsburg, Dubrovnik, Lucerne und anderen Festivals in Luxenburg, Frankreich, Spanien, Italien, und Latvien.

Gerne genisst er zuruckgezogenes Leben, weg von täglichen Tumult in slowenischen Bergen, wo er immer weiter forscht, entwickelt neue Einblicke und Wege der Musikverständnis. Er endeckt die Natur und kocht leidenschaftlich am offenem Feuer fuer Freunde und sich.

Beatriz Blanco - Cello

Die spanische Cellistin wird von der Musikkritik für ihr leidenschaftliches, ausdrucksstarkes und sensibles Spiel gepriesen.

Mit dem Ersten Preis der Association Suisse des Musiciens und dem östereichischen Staatspreis, dem Würdigungspreis 2013, ausgezeichnet hat sie für die öffentlichen Rundfunkanstalten der Schweiz, Italiens, Spaniens (Radio Nacional de España) und Cataloniens (Catalunya Radio) mehrere Konzerte eingespielt, die von der European Broadcasting Union übernommen wurden.

2004 debütiert sie mit dem Symphonieorchester von Kastilien und Leon, Orquesta Sinfónica de Castilla y León, unter der Leitung von Alejandro Posada in Valladolid, Spanien. Es folgten andere Auftritte mit dem Orchester der spanischen Rundfunkanstalt, Orquesta Sinfónica de Radio Televisión Española RTVE, dem Sinfonieorchester Basel, dem Musikkollegium Winterthur, der Argovia Philharmonic, dem Orquestra Simfònica del Vallés, dem Orquesta Filarmónica de Málaga, dem Croatian Radiotelevision Symphony Orchestra, dem Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau und auch Soloaufführungen in einigen der großen Säle Europas wie dem Théâtre des Champs Élysèes (Paris), der Victoria Hall (Genf), dem Stadtcasino (Basel), dem Solitär (Salzburg), der Tonhalle Zürich, dem Auditorio Nacional de Música von Madrid, dem Palau de la Música und dem L’Auditori, beide von Barcelona, oder dem Palau de les Arts von Valencia.

Die Cellistin erhielt zahlreiche Preise in Wettbewerben wie dem Antonio Janigro in Zagreb, Croatien, dem Rahn Musikpreis in Zürich, dem von dem Palau de la Música Catalana de Barcelona organisierten Primer Palau Preis, den Preisen des spanischen Musikwettbewerbs für junge Künstler, dem Concurso Permanente de Jóvenes Intérpretes de España und des Interpretationswettbewerbs, dem Certamen de Interpretación „Intercentros Melómano“. Hervorzuheben ist auch der dritte Preis im Internationalen Wettbewerb in Liezen, Österreich, und der Young Artist Award der Greenhause Foundation in Kalifornien (USA). 2015 wurde ihr künstlerischer Werdegang mit dem spanischen Racimo Preis der Künste ausgezeichnet.​

Für das tiefe Interesse, das sie der Kammermusik in all ihren Formationen entgegenbringt, zeugt das im Jahr 2009 mit dem italienischen Pianisten Federico Bosso gebildete dauerhafte Duo, das selbst mit dem ersten Preis des internationalen Kammermusikwettbewerbs Salieri-Zinetti 2015 (Verona) ausgezeichnet wurde. Zusammen hat das Duo auch das Album A mon ami mit den Gesamtwerken für Cello und Klavier von F. Chopin und einigen unveröffentlichten Werken von A. Franchomme für das Label Odradek Records aufgenommen.

Zur Diskografie der Cellistin gehört auch das Album Baroque Portrait mit den Suites von J.S. Bach für Violoncello solo und mit zwei bisher nicht eingespielten Sonaten von J. B. Barrière.

Beatriz Blanco hat bei Asier Polo (Musikene), Ivan Monighetti (Hochschule für Musik Basel), Clemens Hagen (Universität Mozarteum Salzburg) und Thomas Grossenbacher (Zürcher Hochschule der Künste) studiert.

Unter ihren jüngsten Engagements sind das Debut im renommierten Menuhin Festival Gstaad, in der Schweiz, und das Konzert für Violoncello und Orchester von Schumann im Zwickauer Festival, Deutschland, hervorzuheben.

Sie war Professorin für Violoncello und Kammermusik im Königlichen Konservatorium, dem Real Conservatorio Superior de Música, von Madrid. Im Studienjahr 2018-2019 übernimmt sie einen Lehrrstuhl für Violoncello im Landeskonservatorium in Feldkirch, Österreich. Sie ist gewöhnlicher Stammgast in Festivals und Meisterklassen wie dem Talis Festival Switzerland, der Academia Sighişoara in Rumänien oder dem Curso Santa María del Paular, in Madrid. Ab dem Sommersemester 2022 hat Beatriz eine Professur für Violoncello an der Musikhochschule Trossingen inne.

Gründer und künstlerischer Leiter des Festival y Academia Ribeira Sacra, einem Treffpunkt für Künstler aus der ganzen Welt, um Kammermusik in einer der schönsten Gegenden Galiciens, Spanien, zu geniessen und zu verbreiten.

Sie spielt ein C. Pierray Violoncello (Paris, 1720), das sich dank Fr. Dr. Budde in ihren Händen befindet.

Barbara Doll - Violine und Viola

„Ihr Spiel ist von brillanter schöpferischer Souveränität und suggestiver Kraft“

Sofia Gubaidulina über die Geigerin Barbara Doll, gebürtig aus München und seit 2014 Professorin für Violine an der Hochschule für Musik Basel, nachdem sie seit 2004 eine Professur an der Hochschule der Künste Bern innehatte.

Barbara Doll ist eine vielseitige Musikerin, die als Kammermusikerin wie als Solistin international auftritt. Ihre Lehrer waren Ana Chumachenco, Thomas Zehetmair, Thomas Brandis und David Takeno, wichtige Einflüsse waren auch Meisterkurse bei Sandor Végh und György Sebök. Sie konzertierte in Sälen wie der Wigmore Hall und dem Barbican, London, dem Kammermusikaal der Philharmonie in Berlin und dem Auditorio Nacional in Madrid. Als Solistin trat sie u.a. mit dem English Chamber Orchestra und dem European Union Chamber Orchestra . Als Preisträgerin des Internationalen Schubertwettbewerbs Graz und des Kuhmo International Duo Competition, Finnland, hat sie CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen gemacht und ist Gast auf zahlreichen Kammermusikfestivals, gleichermaßen gefragt als Geigerin und Bratscherin. Seit 2014 ist sie Mitglied im ARIA Quartett.

Barbara Doll war Gastkonzertmeisterin u.a. des English Chamber Orchestra, des Stuttgarter, Zürcher und Münchner Kammerorchesters und des Kammerorchester Basel. Größtenteils leitete sie diese Kammerorchester auch ohne Dirigent. Jahrlang spielte sie im Chamber Orchestra of Europe, oft unter Claudio Abbado und Nikolaus Harnoncourt. Barbara Doll gibt international Meisterkurse, als Jurorin wird sie zu nationalen wie internationalen Wettbewerben eingeladen. Mit ihrer Familie lebt Barbara Doll in Riehen.

Francis Gouton - Cello

Der französische Cellist Francis Gouton hat als Solist und Kammermusiker in den wichtigsten Musikzentren Europas, Asiens, Nord- und Süd- Amerikas und Australiens konzertiert, darunter im Kennedy center in Washington, in New York und Los Angeles, in der Queen Elisabeth- und Wigmore Hall in London , der Symphony Hall von Osaka, im Sydney opera house, in der Alten Oper Frankfurt, im Teatro Colon in Buenos Aires, bei den Festpielen in Gstaad, Ludwigsburg, Lyon (musicades), oder Saint-Barthélémy auf den französischen Antillen mit u.a. Thomas Brandis, Jean-Jacques Kantorow, Josef Silverstein, Ana Chumachenko, Nelson Goerner, Emmanuel Pahud, Bruno Pasquier, Jean-Claude Pennetier oder das Jerusalem Quartett.

Als Solist ist er u.a. mit dem Staatsorchester Stuttgart, der Camerata Europeana, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Württembergisches Kammerochester Heilbronn, dem Realfilharmonia de Galicia (Spanien), dem orquesta sinfonica de Maracaibo (Venezuela), dem National Orchester in Izmir, dem sizilianischen Sinfonie Orchester in Palermo (Italien) und in Japan mit dem Kanagawa philharmonic Yokohama und dem Gunma- und dem Tokyo metroplitan- symphony orchestra aufgetreten.

Als vielseitiger Musiker spielt er sowohl die 6 Suiten von J.S.Bach als auch das zeitgenössische Werk, wie u.a Konzerte für Cello und Orchester von Josef Tàl, Isang Yun und Philipp Glass und hat für diverse CD- und Rundfukproduktionen zahlreiche vergessene Meisterwerke des französischen Repertoires aufgenommen (u.a. Sonaten von Widor, Vierne, Pierné, Emmanuel und Bréville).

Mit dem Staatsorchester Stuttgart unter der Leitung von James Tuggle und Sylvain Cambreling hat er 2014 und 2015 die für ihn komponierte Werke "concertpiece for Cello and orchestra" von Milko Lazar und das 2. cellokonzert von Xaver Paul Thoma uraufgeführt.

Gelegentlich tritt er auch an der Seite des Saxophonisten Daniel Schnyder, des Schlagzeugers Jason Marsalis oder in Claude Bollings jazz-trio auf.

In jahrelanger enger Zusammenarbeit mit Helmuth Rilling erforschte er als Solocellist des Bach-Collegiums die Welt der Bach-Interpretation.​

Francis Gouton war viele Jahren  Professor an die Musikhochschule in Trossingen, und wurde 2020 an die Staatliche Hochschule für Musik in Mannheim berufen. Er gibt Meisterkurse in ganz Europa, Nord-und Süd- Amerika sowie in Japan und China. Er ist Gast Professor der Jimei Universität Xiamen, der Tong Ji Universität Shanghai, der Tainan National University of the arts in Taiwan. Sein großes Anliegen ist die Weitervermittlung der Lehre seiner Professoren Maria Kliegel, Janos Starker und Pierre Fournier.

Mehrmals für das Projekt "el sistema" in verschiedenen Städten Venezuelas eingeladen, ging er Januar 2011 nach Port-au-Prince, Haiti, um in einer vom 2010 Erdbeben verwüsteten Schule zu unterrichten.

Im Jahr 1993 erhielt er den Europäischen Förderpreis für junge Künstler in Zürich.

Corinne Holtz - Moderation

Corinne Holtz, Dr. phil., Geigerin und Musikwissenschaftlerin. Seit 1989 Redaktorin, heute Autorin bei Radio SRF2 Kultur, publiziert in der NZZ und ist als Essayistin tätig etwa für Opernhaus Zürich, Komische Oper Berlin, Salzburger Festspiele und Autorin der Monografie über die ostdeutsche Regisseurin Ruth Berghaus. Sie ko-kuratierte die interdisziplinäre Kulturplattform 'hexperimente-die bühne im avers' und wirkt als Kommunikatorin (Textarbeit, Moderation, Redetraining). Zur Zeit schreibt sie die Monografie eines führenden Schweizer Komponisten.

Stéphanie Meyer - Cello

Stéphanie Meyer, geboren in Montréal, erhält ihre musikalische Ausbildung zunächst am Konservatorium ihrer Heimatstadt in der Klasse von Dorothy Bégin, später an der McGill Universität bei Antonio Lysy. An der Musik-Akademie Basel setzt sie ihre Studien bei Thomas Demenga fort. Nach ihrem Solisten-Diplom wendet sie sich unter Anleitung von Christophe Coin an der Schola Cantorum Basel dem Spiel des Barockcellos zu. Als Gast bei großen Festivals wie Schleswig-Holstein, Luzern, Davos und International Musicians Seminar Prussia Cove in England ist sie dankbar für prägende Begegnungen mit Musikern wie Steven Isserlis, Ferenc Rados, Ralph Kirshbaum, Janos Starker, Mstislav Rostropovitch, Philippe Müller, Anner Bylsma, Erich Höbarth und Sergio Azzolini.

Während einiger Jahre war sie Solocellistin der Camerata Bern und der Kammerakademie Potsdam und wirkte bei Projekten der Cappella Andrea Barca unter András Schiff mit. Sie war 2010-2019 Mitglied des Basler Streichqartetts. Sie unterrichte seit 2010 an der Musikschule Basel.

Marcelo Nisinman - Bandoneon

Marcelo Nisinman wurde in Buenos Aires, Argentinien, geboren und ist ein internationaler Komponist und Meister des Bandoneon. Derzeit
lebt er in Basel, Schweiz.
Er studierte Bandoneon bei Julio Pane und Komposition bei Guillermo Graetzer in Buenos Aires und Detlev Müller-Siemens an der Basler Musikakademie in der Schweiz. Marcelo Nisinman trat als bekannter Bandoneon-Solist unter anderem mit Martha Argerich, Gidon Kremer, Gary Burton, Fernando Suarez Paz, den Assad Brothers, der WDR Big Band, dem Philharmonic Orchestra of Belgrad, dem Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Charles Dutoit und dem Luzerner Simfoniorchester auf.

Composer in Residence bei verschiedenen Musikfestivals als Oxford Chamber Music Festival 2008, wurde als Komponist und Performer zum Kuhmo Chamber Music Festival Finnland, zum Boswil Festival in der Schweiz, zum Stift Festival in Holland, zum Obertöne Kammermusik Festival in Österreich, Festival du Jura in der Schweiz, das Zeitkunst Festival in Berlin und in Paris wie beim Sonoro Festival in Bukarest, Rumänien eingeladen.

Nisinman hat auch eine Reihe von Orchesterwerken komponiert, darunter das Bandoneon als "Dark Blue Tango" (Ricordi Editions), das in seiner kleinen Kammerversion von Orchestra Musiques des Lumieres und in seiner vollst ndigen Orchesterversion von Orquesta Sinfonica Nacional Argentina uraufgeführt wurde von Facundo Agudin dirigiert.

Er arbeitet ständig als Komponist und Performer in verschiedenen musikalischen Projekten und Aufnahmen mit Daniel Rowland, Diana Ketler, Alberto Mesirca, Julia Schr der, Anna Fedorova, Natacha Kudritskaya, Chen Halevi, Maja Bogdanovic, Felix Froschahmmer, Gareth Lubbe, Helena Winkelman, Rui Lopes, Philippe, Graffin, Zoran Markovic und Alfredo Perl zusammen & das Baltic Neopolis Orchestra unter anderem.

Fausto Oppliger - Horn

Fausto Oppliger ist ein schweizer Hornist. Er erlernte das Hornspiel bei Markus Oesch am Konservatorium Bern und absolvierte seine Studien bei Prof. Marie-Luise Neunecker in Berlin
und bei Prof. Christian Lampert in Basel. Dazu spezialisierte er sich bei Prof. Thomas Müller an der Scola Cantorum Basilensis auf dem Naturhorn und in der historischen
Aufführungspraxis. Als Hornist in verschiedenen Orchestern (Sinfonieorchester Basel, Schleswig-Holstein Festivalorchester, Zermatt Festivalorchester, Scharoun Ensemble, Camerata Zürich, Camerata Bern, Arte Frizzante, Soundeum Kammerorchester uvm.) und als Kammermusiker tritt Fausto Oppliger in ganz Europa, China und Japan auf. Er war zudem Stipendiat des Förderprogramms Villa Musica des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Neben seiner regen Orchester- und Operntätigkeit spielt er regelmässig mit Kammermusikformationen durch das gesamte Hornrepertoire von der Naturhornliteratur bis zur zeitgenössischen Musik.
Zur Zeit absolviert er in Basel das Masterstudium in Musikpädagogik an der Musikakademie.

Winfried Rademacher - Violine und Viola

Winfried Rademacher ist mit seinem " Linos Ensemble" ECHO KLASSIK Preisträger des Jahres 2017. Diese Auszeichung würdigt eine unvergleichliche Karriere dieses Ausnahmeensembles, die sich sowohl auf internationaler Bühne wie auch im Tonstudio einen exzellenten Ruf erworben haben, für ein stilistisch grenzenloses gemischtes Kammermusikrepertoire mit Streichern, Bläsern und Klavier.

Winfried Rademacher studierte bei Josef Suk (Wien), Sàndor Végh (Salzburg), auf Kursen bei Nathan Milstein (Zürich) und bei Mitgliedern des Amadeus Quartetts (K ln). Nach zahlreichen Auszeichnungen u.a. beim "Deutschen Musikwettbewerb" und bei der BBC in London nimmt er in vielf ltiger Weise am internationalen Musikleben teil.

In renommierten Orchestern wie dem NDR Hamburg unter Günter Wand, den Münchener Philharmonikern unter S. Celibidache, dem Chamber Orchestra of Europe unter Claudio Abaddo, dem SWR Stuttgart unter Sir Roger Norrington und dem Tonhalle Orchester unter David Zinman bekleidete er Konzertmeisterpositionen.
Norrington holte ihn 1998 als Konzertmeister an die Camerata Salzburg. Dort vertraute man ihm auch die Leitung des Orchesters vom Pult aus an, was ihn mit Solisten wie Joshua Bell, Murray Perahia und Christian Tetzlaff zusammenbrachte. Seit 2001 setzte er diese Arbeit beim renommierten Zürcher Kammerorchester fort.

Seit seiner frühen Mitgliedschaft im Cherubini Quartett ist er neben dem Linos Ensemble als gefragter Kammermusikpartner auf internationalen Podien und Musikfestivals unterwegs, so bei den Berliner Festwochen, Lockenhaus, Schleswig-Holstein Musikfestival, Gstaad und Shanghai Festival, wo er mit Stars wie Elisabeth Leonskaja, Istvan Vardai, Radu Lupu und Sabine Mayer konzertiert. Steven Isserlis hat ihn zum wiederholten Male zu seinen “open chamber music“ Wochen nach Prussia Cove, England, eingeladen. Seit 2004 spielt er mit dem Razumovsky Ensemble London, mit dem er erfolgreich in der wigmore hall in London debutierte. Komponisten wie Isang Yun, Jean Francaix und Wolfgang Rihm komponierten für seine Ensembles, deren Ruf durch zahlreiche preisgekrönte CDs (capriccio, EMI, Naxos)  und Rundfunkaufnahmen dokumentiert wird.

Besondere Beachtung fand eine „World-Premiere-Recording“ des Violinkonzertes von Alban Berg in einer Fassung für Solovioline und Kammerensemble sowie eine Version des Violinkonzertes von Max Reger in der Fassung von Rudolf Kolisch, die zusammen mit dem Linos Ensemble entstand.

1986 nahm er eine Professur für Violine und Viola an der Musikhochschule in Lübeck an, 1993 folgte er einem Ruf an die Musikhochschule Trossingen. Seit 2006 ist er zudem Dozent an der Razumovsky Accademy, London, am Barrattt Due Institut in Oslo und an der Musikakademie in Basel. Gastprofessuren verbinden ihn zudem mit den Konservatorien in Shanghai und Peking.
Winfried Rademacher spielt auf einer Nicolo Gagliano Geige von 1733.

Lisa Rieder - Violine

Lisa Rieder wird von vielen bekannten Musikerpersönlichkeiten für die Finesse und Reinheit ihres Spiels, für ihr technisches Können und ihre intellektuelle Neugier gelobt. Sie hat sich in der Schweiz, in Italien, Österreich, Deutschland und Frankreich einen hervorragenden Ruf aufgebaut. In Zürich und Basel studiert, war Lisa auserwählte Künstlerin in mehreren Förderprogrammen, u. a der Notenstein la Roche Privatbank und der Richard Wagner Gesellschaft Luzern, gab Rezitale und Kammermusikkonzerte beim Colmar Festival, Cully Classique, Murten Classics, Concerts du Dimanche de la Ville de Genève, Ente Concerti di Pesaro und ist als Solistin u. a. mit dem Sinfonieorchester Basel, dem United Nations Orchestra, der Baden-Baden Philharmonie aufgetreten.

Pippa Sieppala - Violine

Pippa Sieppala, geboren 2001, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenspiel. Im Alter von neun Jahren wurde sie Schülerin der Violinakademie für ausgewählte, hochbegabte junge finnische Geiger – gefördert von der Finnischen Kulturstiftung – wo sie von Ilya Grubert (Conservatorium van Amsterdam), Elina Vähälä (Musikhochschule Wien) und Janne Malmivaara (Sibelius-Akademie, Konservatorium Helsinki) unterrichtet wurde. Seit 2010 studierte sie auch am Turku Conservatory und Helsinki Conservatory bei Janne Malmivaara. Im Jahr 2020 begann Pippa ihr Bachelor-Studium bei Barbara Doll an der Musik-Akademie Basel.

Pippa gab ihr Konzertdebüt 2013, im Alter von 12 Jahren, mit dem Turku Philharmonic Orchestra. 2015 trat sie mit dem Turku Philharmonic Orchestra als Young Soloist of the Year und als Solistin mit Helsinki Concordia (Helsinki Conservatory) auf. Seitdem ist sie als Solistin unter anderem mit dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester, der Jyväskylä Sinfonia, den Wegelius Chamber Strings und dem Astona-Orchester aufgetreten. 2016 war sie Finalistin – und jüngste Teilnehmerin – des Jyväskylä Violinwettbewerbs, 2019 wurde sie mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Nach dem Wettbewerb erhielt sie das Pro Musica-Stipendium mit Anerkennung.

Als begeisterte Kammermusikerin hat Pippa unter anderem an Aurora Masterclasses, Kuhmo Chamber Music, British Isles Music Festival und Astona International Summer Music Academy teilgenommen und tritt häufig als Kammermusikerin auf. In den Jahren 2017 und 2018 wurde Pippa während ihrer Teilnahme an Kuhmo Chamber Music auserwählt, zusammen mit Konstantin Bogino zu spielen, und erhielt am Ende des Kurses das Oleg Kagan Memorial Fund Scholarship „for a prominent and talented student“.

Im Sommer 2021 nahm sie an der International Menuhin Music Academy teil und wurde beim Sysmä Music Festival „Young Musician of the Year 2021“.

Silvia Simionescu - Viola

Silvia Simionescu, Bratschistin von internationalem Ruf, hat sich als Musikerin hauptsächlich auf das Ausüben der Kammermusik sowie dem Unterrichten als Professorin spezialisiert.
Sie tritt in grossen Musikzentren wie dem Chatelet Paris, dem KKL Luzern, der Casals Hall Tokyo, dem Teatro Colón Buenos Aires, der Beethoven Halle Bonn, der Philharmonie St. Petersburg, dem Marinskij Theater St. Petersburg, der Tonhalle Zürich sowie der Victoria Halle Genf auf, um nureinige zu nennen.

Mit ihren ausserordentlich durchdachten und berührend ansprechenden Interpretationen begeistert sie ihr Publikum immer von Neuem. In Rumänien geboren, studierte Silvia Simionescu unter anderem an der International Menuhin Music Academy bei Yehudi Menuhin sowie Alberto Lysy Violine sowie bei Johannes Eskaer Viola. Später wurde ihr weiteres Schaffen tiefgehend geprägt durch den Pianisten und Pädagogen Ferenz Rados.

Als leidenschaftliche Musikerin und Kammermusikerin konnte sie ihre Erfahrungen im Austausch mit Musikern von internationalem Rang wie Joshua Bell, Carolin Widmann, Ilya Gringolts, Ana Chumachenco, Alberto Lysy, Leon Fleischer, Jörg Widmann sowie Malin Hartelius erweitern. Sie war Teilnehmerin zahlreicher internationaler Festivals wie dem Mont Fuji Festival Japan, dem dem Festival “Les Folles Journ es de Nantes“ Frankreich, dem Kuhmo Chamber Music Festival Finnland, dem Menuhin Festival Gstaad/Schweiz, den Hindemith Tagen Schweiz, dem Santa Festival Bombay/Indien, dem Prussia Cove Festival Grossbritannien, dem Georges Enescu Festival Rumänien sowie dem Cork Festival Irland.

In internationalen Wettbewerben erhielt Silvia Simionescu mehrere erste Preise u.a. in Brescia, Italien sowie als Mitglied des Ligeti Trio beim Internationalen Kammermusik- Wettbewerb Osaka, Japan.

Seit 2009 fungiert Simionescu als Bratschistin im Gringolts Quartett, mit dem für sie ihr Lebenstraum in Erfüllung ging: Das Entdecken des immensen Schatzes der grössten Streichquartettwerke von der frühen Klassik bis in die Moderne.

Als Professorin für Viola sowie Kammermusik an der Musik- Akademie Basel/ Schweiz ist sie regelmässig als Dozentin bei Meisterkursen in der Schweiz, Deutschland, Spanien, Finnland, Rumänien und Indien eingeladen.

Ihr reicher Fundus an Discographien schliesst die Streichquartette von Schumann, Brahms, Schönberg, die Streichquintette von Taneyev, Glasunov und Braunfels sowie die Streichoktette von Mendelssohn und Enescu ein. Es existieren auch viele Aufnahmen von Kammermusikstücken mit Klavier sowie Streichtrio. Ihre Aufnahmen sind mit exzellenten Kritiken versehen sowie mit mehreren Preisen wie dem
Diapasons d`Or, dem Supersonic Award sowie dem Echo Klassik dotiert.

Christian Sutter - Kontrabass und Sprecher

Nebst seiner weitverzweigten Tätigkeit als begeisterter Orchester- und Kammermusiker tritt der nicht nur als Kontrabassist, sondern auch als Dramaturg und Sprecher gefragte Poet am Kontrabass mit eigenen Soloprogrammen auf, sogenannten Literatur-Konzerten, in denen die Verbindung von Musik und Sprache eine zentrale Rolle spielt. Christian Sutter lebt in Basel.

Antonio Viñuales Pérez - Violine

Der spanische Violinist Antonio Viñuales Pérez war Finalist und Preisträger zahlreicher internationaler und nationaler Wettbewerbe. Er hat in verschiedenen Jugendorchestern mitgewirkt, wie dem spanischen Jugendorchester (JONDE), wo er Konzertmeister war, und dem Europäischen Jugendorchester (EUYO). Sein besonderes Interesse für Kammermusik brachte Antonio dazu, mit Kammerorchestern wie Da Camera und Band-Art zu spielen.

Antonio erhielt Meisterkurse und Ratschläge von Professoren wie Ferenc Rados, Claudio Martínez Mehner, Sergio Azzolini, Anton Kernjak, Rainer Schmidt, Andoni Mercero, Benedicte Palko und von Mitgliedern des Quiroga - und  des Casals - Quartetts.

Antonio absolviert derzeit sein Masterstudium an der Hochschule für Musik in Basel mit Barbara Doll und Claudio Martínez Mehner.

Antonios besonderes Interesse gilt sowohl der Kammermusik, dem Streichquartett, als auch der Alten Musik, dem Gesang und der Vokalmusik.

Vilém Vlček - Cello

Vilém Vlček erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von 6 Jahren bei Martin Skampa. Im Jahr 2010 wurde er am Musikgymnasium in Prag aufgenommen. Seit 2018 studiert er an der Musikakademie Basel in der Klasse von Danjulo Ishizaka. Neben seinem Studium nahm er an verschiedenen Meisterkursen teil, u.a. bei Frans Helmerson, Steven Isserlis, Richard Aaron, Marek Jerie, Alisa Weilerstein, Michal Kanka, Denis Severin und Jakob Koranyi.

Vilem ist Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe wie dem Cello-Wettbewerb in Liezen (erster Preis 2010 und 2012), Talents for Europe (erster Preis 2010), Heran Cello Competition (erster Preis und Gesamtsieger 2013), Competition of the Czech Conservatory (Gesamtsieger), Concertino Praga (Preisträger und EMCY-Preis 2015) und dem Jan Vychytil Cello Competition (Gesamtsieger 2017).

Als Solist trat der junge Cellist bereits mit zahlreichen renommierten Orchestern auf, darunter die Tschechische Philharmonie, die Prager Symphoniker, das Sinfonieorchester Kaunas, die Nordtschechische Philharmonie, das Philharmonische Orchester Zielona Gora, das Philharmonische Orchester Pilsen und die Württembergische Philharmonie Reutlingen. Er arbeitete mit Dirigenten wie Jiri Belohlavek, Petr Altrichter, Wolfgang Emanuel Schmidt, Jiri Rozen und Nicolas Ellis zusammen, was ihn in berühmte Konzertsäle wie den Großen Saal der Elbphilharmonie, den Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, den Rudolfinum-Dvořák-Saal und die Victoria Hall führte.

Seit 2016 ist er Mitglied der LGT Young Soloists.